Grabungen

Ich führe aktuell Grabungen durch in den Schichten meiner selbst: Kurz gesagt miste ich in meinem alten Zimmer aus und verweile dann und wann, wenn ich einem alten Selbst begegne. Ich versuche, nachzuempfinden, wie weit dieses Selbst reichte und reicht und suche nach seinen Spuren in mir.
Walter Benjamin hatte irgendwo recht damit, dass die Archäologie dem Erinnern ähnlich ist.

Ich würde zu gern behaupten, dieser Blog sei einer der vielen Neuanfänge, die man in der weiten Welt des World Wide Web beginnt und wieder verwirft, doch der Fakt, dass dieser Blog seit August 2015 existiert, straft dies Lügen. Ich widerstehe dem Drang, „Neubeginn“ hier irgendwo zu erwähnen – und bin mir der Ironie bewusst, nun zum dritten Mal in einem Absatz die Wortfamilie „Beginn“ zu missbrauchen.

Nun, der erste qualvolle Absatz ist geschrieben: Hallo, Welt!